Nachhaltigkeit


Bionische Innovationen für nachhaltige Produkte und Technologien

Hinsichtlich der Notwendigkeit zu einer nachhaltigen Entwicklung besteht heute gesellschaftlicher Konsens. Auch wenn komplexe Wechselwirkungen und dynamische Randbedingungen dazu führen, dass notwendige Maßnahmen und Priorisierungen zumeist heftig umstritten sind. Forschenden Institutionen und ihren Akteuren kommt dabei in ihrer Rolle als Vorreiter und Multiplikator eine besondere Bedeutung zu.

Im Rahmen der Bekanntmachung BIONA soll eine Bewertung der in den Verbünden, Nachwuchsforschergruppen und Begleitprojekten erzielten in Bezug auf ihren Beitrag zur Nachhaltigkeit durchgeführt werden. Im Ergebnis soll eine Einordnung der Bionik als Ganzes in Bezug auf ihre Nachhaltigkeitspotenziale erreicht werden. Die große Heterogenität bionischer Ansätze sowie die Frage nach der generellen Bedeutung eines Rückgriffs auf biologische Vorbilder für die Nachhaltigkeit sind Herausforderungen bei der Durchführung der Bewertung.

Für die Bewertung innerhalb von BIONA ist eine geeignete Methodik zu entwickeln und zu erproben. Im Gegensatz zu konventionellen Ansätzen wie Ökobilanzierung oder Kennzahlen­be­rechnung soll die Methode keine einzelne Perspektive oder Säule (ökonomisch, ökologisch, sozial, institutionell) der Nachhaltigkeit priorisieren. Weiterhin soll sie nicht nur für Prozesse und Produkte sondern auch für die Bewertung von Erkenntnissen, Konzepten und Leitbildern geeignet sein.

Ausgangspunkt für die zu entwickelnde Methode sind neuere integrative Konzepte zur Nachhaltigkeit. Die aus diesen Konzepten resultierenden Prinzipienkataloge bilden die Bewertungsgrundlage. In einer frühen Phase werden mögliche Beiträge zu den einzelnen Prinzipien identifiziert und Chancen sowie Risiken zu ihrer Aktivierung analysiert. Es schließt sich eine Festlegung von Bezugsräumen an, in denen die Projektziele wirken und Referenzlösungen, mit denen sie im Wettbewerb stehen. Darauf aufbauend werden gezielt Indikatoren und Kennzahlen festgelegt, berechnet und bewertet sowie Handlungsoptionen abgeleitet. Die beschriebene Vorgehensweise ist mehrstufig angelegt und erlaubt so eine projektbegleitende, zunehmend vertiefende Betrachtung.

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Ansprechpartner

      Fraunhofer-Institut UMSICHT
      Leiter Geschäftsfeld "Spezialwerkstoffe"
      Jürgen Bertling
      Osterfelder Strasse 3
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      e-mail: juergen.bertling@umsicht.
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      fax: 0208 / 8598 - 1424
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