BIONA


Bionische Innovationen für nachhaltige Produkte und Technologien

Bionik ist en vogue! Lotus-Effekt bei Fassadenfarben, Haifischhaut bei Schwimmanzügen, Selbstheilungsfähigkeiten von Materialien oder das Bionic Car nach dem Vorbild des Kofferfisches zeigen, dass bionische Entwicklungen zunehmend Anwendung finden und auch im täglichen Leben ankommen.

Die Fördermaßnahme "BIONA – Bionische Innovationen für nachhaltige Produkte und Technologien" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung konkretisiert die Hightech-Strategie der Bundesregierung im Innovationsfeld Umwelttechnologien. Mit insgesamt 30 Millionen Euro werden in den kommenden Jahren praxistaugliche, nachhaltige Entwicklungen mit bionischem Ansatz gefördert. Angesiedelt ist die Maßnahme BIONA im Rahmen Programm FONA - Forschung für Nachhaltigkeit (www.fona.de).

Die Bionik nutzt das große Repertoire an Erfindungen in der belebten Natur, um durch gezielte Übertragung von Strukturen, Konstruktionsprinzipien oder Funktionsweisen zur optimalen Lösung anwendungsorientierter, meist technischer, Aufgaben zu gelangen. Die Systeme der belebten Natur bestechen insbesondere durch hohe Energie- und Ressourceneffizienz und bieten damit hervorragende Ansätze für mehr Nachhaltigkeit in der Wirtschaft.

Die Bionik zieht einen wesentlichen Teil ihrer heutigen Innovationskraft aus der Verbindung zwischen der biologischen Grundlagenforschung und den rasant steigenden technischen Möglichkeiten von Nano- und Biotechnologie, Mikrosystemtechnik, Optischer Technologie, Werkstoffwissenschaft und Produktionstechnik. Die besondere Chance der Bionik liegt darin, bahnbrechende Innovationen hervorzubringen, auch dort, wo bisher technologische Verbesserungen in kleinen Schritten erfolgt sind.

Bis es von der bionischen Idee zum marktfähigen Produkt kommt, ist oft ein langer Weg zurückzulegen. Ein entscheidender Schritt auf diesem Weg ist die erfolgreiche Umsetzung der Vorbilder der belebten Natur in funktionsfähige technische Modelle und Prototypen. Von überzeugungsfähigen Demonstrationsmodellen hängt es maßgeblich ab, ob innovative Ansätze aus dem "Ideenpool Natur" zur Marktreife geführt werden und somit zum nachhaltigen Wirtschaften beitragen können.

Die Bekanntmachung BIONA zielt darauf ab, das Potenzial der natürlichen Vorbilder zur Generierung umweltverträglicher und wettbewerbsfähiger Produkte und Technologien zu erschließen. Bionik soll hier die Querschnittstechnologien der Hightech-Strategie nutzen, um nachhaltige, anwendungsnahe Innovationen hervorzubringen. Die Akteure sind in Forschungsverbünden aus Industrie und Wissenschaft oder in Nachwuchsforschergruppen organisiert.

Ergänzend zu den spezifischen Forschungsprojekten findet eine querschnittsorientierte Begleitforschung statt, mit der die Vernetzung der Akteure verbessert, der Transfer der Ergebnisse in die Wirtschaft gestärkt und die projektspezifischen Beiträge der Bionik zu Nachhaltigkeit bewertet werden. Gegenstand der Begleitprojekte ist auch die Umsetzung von Forschungsergebnissen in Bildungsangebote sowie der Aufbau eines europäischen Bionik-Netzwerkes.

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Ansprechpartner

    Projektträger im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V.
    Umwelt, Kultur, Nachhaltigkeit
    Heinrich-Konen-Str. 1
    53227 Bonn

    Herr Roland Keil
    e-mail: roland.keil@dlr.de
    fon: +49 228/3821-1578
    fax: +49 228/3821-1540
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